Karl-Ludwig-von-Guttenberg-Grundschule

Rückblick auf 50 Jahre Schulberg

August 1955

Der erste Bauabschnitt der Zentralschule Bad Neustadt auf dem ehemaligen Pletzacker, dem heutigen Schulberg, ist abgeschlossen. Für die Schüler entstanden u.a. zehn Klassenzimmer.

Nach dem Vorschlag des Schulausschusses werden die neuen Räume vornehmlich der evangelischen Bekenntnisschule zur Verfügung gestellt, damit "wenigstens eine Schule nicht zerrissen werden muss." Nach wie vor herrscht größte Schulraumnot: Nicht jede Klasse hat ein eigenes Klassenzimmer, Schichtunterricht ist angesagt. Die acht evangelischen Klassen werden in sieben Räumen in der neuen Schule unterrichtet. Die 16 Klassen der katholischen Bekenntnisschulen (Knaben- und Mädchenschule) sind in 13 Räumen auf fünf Häuser verteilt: 4 Klassen in 3 Räumen der neuen Zentralschule, 5 Klassen im alten Schulhaus in der Schuhmarktstraße, 3 Klassen in 2 Räumen des Schwesternhauses, 2 Klassen im Schulhaus, Alte Pfarrgasse 3 und 2 Klassen im Rathaus.

1. September 1955
"Heute beginnt das neue Schuljahr. Am Vorabend hat es leicht geregnet, und wir waren schon bange
um den Aufstieg zur neuen Schule, da ja die Straße noch nicht fertig gestellt ... und der Fußweg nur provisorisch auf dem Acker neben der Straße lief ... Bei schönem Sonnenschein ging es besser als wir erwartet hatten ..."

Bei der kleinen Feier vor Betreten der neuen Räume waren u.a. vertreten: Dekan Pürckhauer, Bürger­meister Ludwig Borst, Stadtbaumeister Weber, Architekt Dipl. Ing. Konrad Wiesner, Schulrat Fries. Für die Schule sprach Lehrer Paul Ehrlich, da der bisherige Rektor Heinrich Hofmann im August 1955 zum Schulrat in Ebern bestellt worden war.

Die evangelische Schule umfasste damals 296 Schüler in 8 Klassen (Durchschnitt 37!).

8. Oktober 1955

Die Verantwortlichen besprechen sich mit der Lehrerschaft über den 2. Bauabschnitt auf dem Schulberg.

Die Mainpost berichtet: "Die Kosten für die zur Zentralschule führende Straße erhöhen sich von ge­planten 72 000 DM auf 96 000 DM.

1. Februar 1956
Hugo Weißenseel wird zum neuen Leiter der evangelischen Bekenntnisschule bestimmt.

16. August 1956
Heute begannen die Arbeiten zum 2. Bauabschnitt der Zentralschule. Die Kosten des dreigeschossigen
Traktes sind auf 695 000 DM veranschlagt.

1. September 1956
Die Rhön-Saale-Post bringt einen ausführlichen Bericht über den Fortgang der Bauarbeiten und
folgende Schlagzeilen: Zentralschule auf historischem Boden - Der "Verlobungstempel" musste einem modernen Schulhaus Platz machen - Eine der schönsten Schulen Bayerns.

6. Dezember 1956

Richtfest für den 2. Bauabschnitt. "12 neue Klassenzimmer werden die Schulraumnot mindern und vor allem den Schichtunterricht beenden ..." Hoch vom Rhönblick grüßt es als Symbol der Zusammengehörigkeit von Altstadt und Gartenstadt ...".

 

3. September 1957

Pünktlich zum Beginn des neuen Schuljahres kann der 2. Bauabschnitt der Zentralschule seiner Bestimmung übergeben werden. Der Stadtrat von Bad Neustadt mit Bürgermeister Ludwig Borst an der Spitze hat mit diesem in Rekordzeit erstellten Bauabschnitt erneut seine Schulfreundlichkeit bewiesen. Die Presse berichtet: "Berechtigter Stolz über ein schönes Werk - Zentralschulhaus macht Bad Neustadt alle Ehre. Nicht nur für Lehrer, Schulkinder, Eltern und Ehrengäste - ganz Neustadt war auf den Beinen....".

 

18. März 1958

Die Stadt beschließt die Errichtung einer Doppelturnhalle auf dem Schulberg.
2. September 1958
"Die sehr modern eingerichtete Lehrküche im Bau II der Zentralschule wird als erste ihrer Art im
Landkreis Bad Neustadt in Betrieb genommen und den Lehrkräften übergeben."

Herbst 1958

Die Straße von der Gartenstadt zur Zentralschule, die Schulstraße, wird dem Verkehr übergeben. Für viele Kinder wird der Schulweg kürzer und bequemer.

26. Oktober 1958

Die zweigeschossige Turnhalle auf dem Schulberg steht für den Sportunterricht zur Verfügung.

 

29. Oktober 1959
Bürgermeister Ludwig Borst, der große Förderer des Schulbergs stirbt ganz plötzlich im 71. Lebensjahr.


1. August 1960
Hauptlehrer Leonhard Heil wird Nachfolger des in den Ruhestand versetzten Rektors Hugo Weißenseel.


18. Mai 1961
Bürgermeister Franz Marschall setzt die Arbeit seines Vorgängers fort. Als 4. Bauabschnitt kann auf dem Schulberg die Staatliche Mittelschule (heute Realschule) ihrer Bestimmung übergeben werden. Damit wurden innerhalb von nur 6 Jahren rund fünf Millionen DM auf dem Schulberg verbaut.

April 1965
164 ABC-Schützen werden für die Volksschulen auf dem Schulberg angemeldet. Es besteht erneut
Raummangel. Im Stadtrat berät man über einen weiteren Schulbau auf dem Rhönblick, auch ein Lehrschwimmbecken soll errichtet werden.

August 1967
Rektor Leonhard Heid tritt mit 65 Jahren in den Ruhestand, Paul Ehrlich wird neuer Schulleiter.

 

Juli 1968
Ein Volksentscheid bringt für die bayerischen Volksschulen ab Schuljahr 1969/70 eine große
Schulreform. Die Bekenntnisschulen werden durch eine christliche Gemeinschaftsschule ersetzt. Gleichzeitig entstehen größere Schulverbände und die Trennung in Grund- und Hauptschule, die durch eine 9. Jahrgangsstufe erweitert wird.

11. September 1969
Die Hauptschule Bad Neustadt wächst durch Zuordnung von Schülern aus 21 Gemeinden zur
Verbandshauptschule und benötigt alle Klassenzimmer, in denen bis dahin die evangelische Bekenntnisschule, die kath. Knabenvolksschule und die kath. Mädchenvolksschule unterrichtet wurden. Die Grundschule muss im Bildhäuser Hof eingerichtet werden. Dort war nach dem Auszug des Realgymnasiums in die neue Schule (1964) Platz frei geworden. Allerdings standen für die 17 Klassen der Grundschule mit ihren 663 Schülern aus Bad Neustadt und Mühlbach lediglich 13 Räume zur Verfügung. Für den neu ernannten Rektor der Grundschule Werner Seidel hieß das, erneut Schichtunterricht zu organisieren.

Herbst 1969
Die Architektengemeinschaft Leicht-Binder erstellt die Pläne für einen terrassenförmigen Neubau der
Hauptschule. Der Stadtrat stimmt dem 4 Millionen-Projekt zu.

September 1972
Mit 177 Erstklässlern erreicht die Grundschule den absoluten Spitzenwert. 678 Kinder werden in
18 Klassen unterrichtet. Die räumlichen Verhältnisse sind mehr als schlecht. Der rasche Fortschritt am Neubau der Hauptschule lässt auf eine baldige Verbesserung der Verhältnisse hoffen.

September 1973

Der Neubau der Hauptschule ist fertig gestellt. Die Grundschule kann endlich wieder auf den Schulberg verlegt werden. Allerdings sind die bereitgestellten Klassenräume dringend sanierungsbedürftig.

Januar 1975

Das Schulhaus der Grundschule hat nicht nur eine gründliche Renovierung erfahren, sondern wurde auf der Nordseite mit einem Anbau um eine geräumige Pausehalle und einen wichtigen Garderobengang, der die beiden Treppenhäuser verbindet, erweitert.

September 1977

Die Schulanmeldungen sind seit 1972 beständig zurückgegangen und liegen fürs neue Schuljahr bei 86. Trotzdem liegt die Durchschnittsstärke bei 456 Kindern in den 15 Klassen über 30. Außerdem gehören noch 2 türkische und 1 griechische Klasse zur Grundschule Bad Neustadt.

15. Dezember 1977
Die Fertigstellung der Dreifachturnhalle beseitigt für die drei Schulen des Schulbergs die Engpässe bei
der Erteilung des Hallensportunterrichts.

September 1983
Die Schülerzahlen sinken auf 262. Die Grundschulkinder verteilen sich auf 10 Klassen, in die auch die ausländischen Kinder integriert sind.

17. November 1983
Die großzügige Außensportanlage kann ab sofort von den drei Schulen benutzt werden. In einer
kleinen Feier übergibt Bürgermeister Paul Goebels die 820 000 DM teuere Sportstätte.

 

20. Juni 1985
Völlig unerwartet stirbt Rektor Werner Seidel an seinem Schreibtisch im Schulleiterzimmer. Schüler,
Eltern und Kollegen trauern um diesen hochgeschätzten Pädagogen.

3. November 1985
Werner Schellenberger tritt als neuer Rektor der Grundschule seinen Dienst an. In einer kleinen
Feierstunde überbringt Konrektorin Angela Wehner die Willkommensgrüße des Kollegiums.

September 1986
Mit 209 Schülern und acht Klassen erreicht die Grundschule Bad Neustadt ihren vorerst niedrigsten Stand.

28. Juli 1986
Mit klingender Musik und in herzlichen Worten wurde die allseits beliebte Konrektorin Angela
Wehner in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

1. Oktober 1986
Lehrer Erich Beck, an der Grundschule Bad Neustadt seit 1974, wird zum neuen Konrektor ernannt.


September 1987

Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde erstmals eine Diagnose- und Förderklasse als Außenstelle der hiesigen Sondervolksschule in die Grundschule aufgenommen.

 

Juni 1988
Eltern malen für ihre Kinder Spiele auf den Pausehof und beleben so das triste Schulhofgrau.

 

September 1988
Die Sonderschule für Lernbehinderte zieht mit den Klassen eins bis sechs vom Bildhäuser Hof auf den Schulberg und belegt sowohl Räume im Grundschul- wie im Hauptschulgebäude.

 

September 1989

Die Schülerzahlen an der Grundschule nehmen wieder zu. Der Grund liegt vor allem im Zuzug von Übersiedlern aus der DDR und deutschen Aussiedlern aus Osteuropa. 250 Schüler werden in 10 Klassen unterrichtet.

September 1992

Der Stadtrat, an der Spitze Bürgermeister Josef Schlagbauer, stimmt der Anregung des Schulleiters zu, an der Grundschule eine Mittagsbetreuung einzurichten. In der Zeit zwischen 11.20 Uhr und 13 Uhr steht ab sofort eine von der Stadt angestellte Erzieherin zur Verfügung, die auf Wunsch der Eltern, Kinder, die um diese Zeit nicht nach Hause können, sinnvoll beschäftigt. Die Maßnahme wird durch Elternbeiträge und Zuschüsse des Staates finanziert.

 

 

Oktober 1993

Der Pausehof der Grundschule wird auf Ersuchen der Schulleitung mit Hilfe der Eltern und Dank der Unterstützung der Stadt neu gestaltet und durch einen Schulgarten erweitert. Die Arbeiten werden Stück für Stück verwirklicht. 1995 können die Schüler die ersten Früchte von ihren Beeten ernten.

September 1994

Die Grundschule ist inzwischen wieder 12-klassig. Rund 30 Prozent der Schüler stellen die Kinder deutscher Aussiedler aus dem Osten Europas und Kinder aus den Kriegsgebieten im ehemaligen Jugoslawien.

April 1995

Die im Stadtrat beschlossene Teilrenovierung des Grundschulgebäudes beginnt. Zum Fest "40 Jahre Schulberg" werden der Hochbautrakt und der Turm in frischen Farben erstrahlen.

Schüler, Eltern und Lehrerschaft bedanken sich bei dem Sachaufwandsträger und sagen Herrn Bürgermeister Josef Schlagbauer und allen Verantwortlichen ein herzliches Dankeschön.

Mai 1995

Im kommenden Schuljahr wird die Zahl der Grundschüler knapp 300 betragen. Auf dem Schulberg herrscht wieder einmal Raumnot, da auch im Hauptschulbereich ein weiterer Raumbedarf besteht. Die erst seit 1988 auf dem Schulberg untergebrachte Förderschule wird leider mit einigen Klassen in die Stadt umziehen müssen.

Unter großem Engagement der Eltern entsteht ein Schulgarten, der von den einzelnen Klassen gepflegt werden soll.

Juni 1995

Die Straße zum Rhönblick wird erneuert. Der Gehweg wird zur besseren Sicherheit für die Schulkinder verbreitert.

 

August 95

Große Empörung über das „Kruzifix-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichtes

 

März 1996

Projektwoche zum Thema „Gesund essen, leichter lernen – Schulkinder bewusst ernähren“

 

Juli 1996

Verabschiedung von Hausmeister Ewald Hüllmandel

Mit der Zeitungs-Überschrift „Der neue Hausmeister ist nicht zu übersehen und der richtige Mann, wenn’s einmal brennt“  wird Stephan Biedermann begrüßt.

 

Oktober 1996

Werner-von-Siemens-Realschule feiert 40. Jubiläum mit einem „Tag der offenen Tür“

 

Mai 1997

Dekan Bernold Rauch wird neuer Stadtpfarrer in Bad Neustadt. Nun kann ein Teil des katholischen Religionsunterrichts durch die Kirche wieder abgedeckt werden.

 

 

Juli 1998

BVG gibt grünes Licht für planmäßige Einführung der Rechtschreibreform zum 1. August.

 

Oktober 1998

Der Bauausschuss der Stadt Bad Neustadt beschließt, die „chaotischen Zustände“ an der Bushaltestelle in der Jahnstraße durch eine Neuanlage zu beenden.

 

Vornehmlich für Deutsche Übersiedlerkinder und förderbedürftige Kinder findet eine Hausaufgabenbetreuung statt. Leiterin der Fördergruppen ist Frau Lili Brug.

 

März 1999

Neuanlage des Schulgartens durch die Eltern der GS / Rabatteneinfassungen der Beete

 

Juni 1999

Wirbel um die von Kultusministerin Hohlmeier geplante Schulreform:

-          Kind- und familiengerechte Halbtags-Grundschule

-          Einführung der 6-stufigen Realschule

 

Juli 1999

Verabschiedung von SR Hubert Krisam in den Ruhestand

 

 

Juli 2001

Verabschiedung von Herrn Konrektor Erich Beck

 

September 2001

Einführung von Ulli Busch-Gerber in das Amt der Konrektorin

 

Juli 2002

Verabschiedung von Herr Rektor Schellenberger

 

August 2002

Die Bauarbeiten im Bereich der Bad Neustädter Grundschule und der Realschule schreiten voran.
Bauzäune werden errichtet und sichern die Baustelle ab.

 

September 2002

Wechsel von Sandberg nach Bad Neustadt: Rektor Helmut Schmidt

Ein besonders arbeitsintensives Schuljahr liegt vor uns.

 

26. August 2003: Wir trauern um unseren verstorbenen Kollegen Walter Tengler.

 

09. September 2003

Der erste Schultag in den renovierten und neuen Gebäudeteilen.

 

30.01.2004 Verabschiedung unserer Kollegin Helga Krug in den Ruhestand

 

 

März 2004

 

Die AG „Schulhausgestaltung“ beginnt damit, unser Schulhaus farbenfroh und wohnlich zu gestalten.

 

Am 07.07.2004 ist der Bayerische Rundfunk zu Gast in unserer Schule. Es entstehen die Klaro-Kindernachrichten.

 

Am 14.07.2004 findet die Segnungsfeierlichkeit in der Aula der Grundschule statt. HH Dekan Rauch und HH Dekan Hausmann erbitten Gottes Segen für unser Haus.

 

17.07.2004

Offizielle Festveranstaltung zur Fertigstellung aller Gebäudeteile der Grundschule und der Realschule in der Dreifachturnhalle mit anschließendem Schulfest.

 

30.07.2004

Die Grundschule schließt eine Patenschaft mit der Hazina-Grundschule in Lushoto/Tansania.

Nach der ersten Sammlung können wir einen Scheck in Höhe von 1000 € überreichen. Pfarrer Hermas überbringt den Scheck persönlich bei einem Besuch in seinem Heimatland. Dort herrscht große Freude, denn nun können 11 Patenkinder die Schule besuchen.

 

08.03.2005

Das Musiktheater „SANTA“ begeistert mit seiner Johann Sebastian Bach Aufführung in der Turnhalle alle SchülerInnen und LehrerInnen.

 

12.04.2005

In einer Feierstunde in der Aula erhält die Schule durch Herrn Regierungspräsident Beinhofer den offiziellen Namen „Karl-Ludwig-von-Guttenberg-Volksschule“. Wir erinnern in dieser Feier an den gewaltsamen Tod des Karl Ludwig Freiherrn von und zu Guttenberg im Mai 1945 in Berlin.

An der Feierstunde nahmen die Familien des Namensgebers teil: Familie Bottlenberg-Landsberg, Gräfin Elisabeth Walderdorff und Johannes Freiherr von und zu Guttenberg,

 

Januar 2006

Anschaffung eines Wasserspenders / Kinder dürfen auch während des Unterrichts trinken

 

Februar 2006

 

In Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Rhön gestalten die 3. und 4. Klassen die gesunden Frühstückswochen.

 

März 2006

- Das Klaviertheater „SANTA“ begeistert erneut; diesmal mit „Wolfgang Amadeus Mozart“

- Anmeldung zur Teilnahme unserer Schule am Schulpartnerschaftsprogramm „eTwinning“.

 

20. Mai 2006

Jubiläumsveranstaltung / 50 Jahre Grundschule auf dem Schulberg