Karl-Ludwig-von-Guttenberg-Grundschule
Trinken während des Unterrichts
Schüler sollen aus medizinischer Sicht auch während des Unterrichts Flüssigkeit zu sich nehmen. «Sie sollen trinken bevor der Durst kommt», sagte der Augsburger Schularzt und Medizinaldirektor Ulrich Storr in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Er begrüßte Initiativen von Schulen, Trinkwasserbrunnen bereitzustellen, an denen die Schüler ihre Wasserflaschen nachfüllen können. «Um Konzentrationsschwächen und die Verminderung der Leistungsbereitschaft zu vermeiden, sollen die Jugendlichen zwischen Frühstück und großer Pause ausreichend Wasser trinken», sagte Storr.

Für die Karl-Ludwig-von-Guttenberg-Grundschule ist dies nichts Neues, denn "Trinken im Unterricht" ist bereits seit zwei Jahren fester Bestandteil der Gesundheitserziehung.

Wenn Kinder zu wenig trinken, kann sich das negativ auf ihre Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit auswirken: Ein Zuwenig an Wasser führt nachweislich zu Einschränkungen der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit. Ernährungswissenschaftler plädieren daher dafür, an Schulen das Trinken während des Unterrichts und beim Sport zu erlauben. Trinkwasser wird vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund "als das am besten geeignete Getränk" empfohlen. Kaum ein Lebensmittel in Deutschland wird so gut kontrolliert und ist stets überall verfügbar.
Wasserspender
Schüler der 2. Klasse beim "Auftanken an der Zapfsäule" in der Aula
Selbstverständlich gibt es auch Regeln. "Nuckelverhalten" soll vermieden werden. Während Erarbeitungsphasen, die im Unterricht höchste Konzentration erfordern, müssen die Kinder auf ihr Getränk verzichten. Danach können sie sich einen Schluck zur Entspannung genehmigen.

Aber auch die Bewegung darf im Unterricht nicht zu kurz kommen.  Nach anstrengenden Unterrichtsabschnitten lockern musikalische Bewegungsübungen oder Zimmergymnastik die verspannte Muskulatur.